Orte in allen neun Bundesländern: Natur, Stadt und alles dazwischen
Orte in allen neun Bundesländern: Natur, Stadt und alles dazwischen
Das Land ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erschlossen, aber nicht überall gleich gut. Diese Unterschiede bestimmen die Planung mehr, als man vermutet.
Wann sich welches Ziel lohnt
Im Oktober beginnt die Almsaison zu enden. Hütten schließen, Bergbahnen stellen den Betrieb ein, und Wege werden teils nicht mehr gewartet.
Der Winter verschiebt alles in die Skigebiete und in die Städte. Viele Naturziele sind dann nicht oder nur mit Ausrüstung zugänglich.
Was mitgehört
Eine kleine Stirnlampe wiegt fast nichts und ist genau dann nützlich, wenn eine Tour länger dauert als geplant.
Regenschutz gehört auch bei stabiler Vorhersage in den Rucksack. Im Gebirge ändert sich die Lage innerhalb einer Stunde.
Zwischen gratis und kostenpflichtig
Familienkarten und Regionalkarten rechnen sich schnell, wenn mehrere Bahnen oder Attraktionen genutzt werden.
Klammen und Schauhöhlen verlangen meist einen einstelligen Eurobetrag, der die Instandhaltung der Anlagen finanziert.
Ziele abseits der bekannten Namen
Die bekannten Ziele sind bekannt, weil sie leicht erreichbar und gut vermarktet sind. Das sagt wenig darüber aus, ob sie die interessantesten sind.
Die stilleren Plätze verlangen meist etwas mehr Aufwand bei der Anreise. Genau das hält sie still. Weiterlesen lässt sich unter znaki.fm/at-de.
| Hochalpen | Tirol, Salzburg, Kärnten | Juni bis Oktober |
| Seen | Salzkammergut, Kärnten | Mai bis September |
| Klammen | quer durch die Alpenregionen | Frühjahr bis Herbst |
| Flachland und Steppensee | Burgenland | ganzjährig |
Burgen, Klöster und Kulturorte
Freilichtmuseen versammeln historische Bauernhäuser aus einer Region an einem Ort. Sie funktionieren auch bei mäßigem Wetter gut.
Klöster betreiben häufig eigene Gärten, Bibliotheken oder Gaststätten. Führungen finden zu festen Zeiten statt und sind meist nicht spontan buchbar.
Ziele im Winter
Im Winter verschiebt sich das Angebot deutlich. Viele Naturziele sind nicht erreichbar, dafür öffnen Skigebiete, Rodelbahnen und Winterwanderwege.
Thermen sind in Ostösterreich und der Steiermark verbreitet und an Schlechtwettertagen entsprechend gut besucht. Eine laufend gepflegte Übersicht zu Ausflugsziele in allen Bundesländern hilft bei der weiteren Planung.
Das Wichtigste in Kürze
Die Anreise verdient mehr Aufmerksamkeit als das Ziel. Sie entscheidet in der Praxis darüber, ob ein Tag angenehm verläuft.
Öffnungszeiten, Saisonzeiten und Sperren ändern sich. Vor der Anfahrt lohnt immer ein Blick auf die Seite des jeweiligen Betreibers.
Im Hochsommer sind Bergseen und Höhenwege gut erreichbar, dafür sind die bekannten Ziele stark besucht. Frühe Starts helfen erheblich.
Präparierte Winterwanderwege sind geräumt und auch ohne Ausrüstung begehbar. Sie sind eine Alternative für alle, die nicht Ski fahren.
Im Frühjahr sind die Täler bereits grün, während höhere Lagen noch Schnee tragen. Diese Zeit eignet sich für Klammen, Flusstäler und Städte.
- Im Winter Lawinenlagebericht prüfen, bevor es abseits der Wege geht
- Kurze Tage einplanen, ab etwa 16 Uhr wird es dämmrig
- Winterwanderwege als Alternative ohne Ausrüstung nutzen
- Bei Schlechtwetter auf Städte, Museen oder Thermen ausweichen
Verkehrsanbindung im Vergleich
Mautstraßen führen zu manchen Ausgangspunkten. Die Gebühren sind nicht unerheblich und werden bei der Planung gern vergessen.
Für Rundtouren ist die öffentliche Anreise oft praktischer, weil man nicht zum Auto zurückkehren muss.
Warme Zwischenschicht nicht vergessen: Pro tausend Höhenmeter sinkt die Temperatur um mehrere Grad, dazu kommt der Wind.
Unterwegs mit Kindern
Almhütten sind für Kinder oft der eigentliche Höhepunkt, wegen der Tiere und weil es dort etwas zu essen gibt.
Klammen sind für Kinder meist beeindruckend, mit Kinderwagen aber nicht befahrbar. Eine Trage ist die praktikable Lösung.
Kombitickets aus Führung und Verpflegung sind verbreitet und meist günstiger als die Einzelposten zusammen.
Die bekanntesten Wasserfälle
Der Sprühnebel macht die Wege dauerhaft feucht. Rutschfeste Schuhe sind hier keine Empfehlung, sondern Voraussetzung.
Wildflüsse wie die Enns im Gesäuse oder die Salza in der Steiermark prägen ganze Talschaften und sind für Kajak und Rafting erschlossen.
Wege durch den Fels
Der Eintritt liegt üblicherweise im einstelligen Eurobereich und finanziert die Instandhaltung der Anlagen, die jedes Frühjahr überprüft werden müssen.
In den Schluchten ist es deutlich kühler und feuchter als draußen. Eine zusätzliche Schicht und rutschfeste Schuhe sind kein übertriebener Aufwand.
Die Landeshauptstädte im Vergleich
Museen haben in der Regel einen Schließtag pro Woche, häufig Montag. Ein Blick auf die Öffnungszeiten spart eine vergebliche Anreise.
Innsbruck ist der einzige Ort dieser Größe, von dem aus das Hochgebirge in wenigen Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist.
Der Frühsommer ist die beste Zeit für Wasserfälle, weil die Schneeschmelze die Wasserführung deutlich erhöht.
Mehrere Landschaften und Ortskerne stehen auf der Welterbeliste, darunter die Wachau und Teile des Salzkammerguts.
Was Leser am häufigsten wissen wollen
Was kostet ein Ausflugstag?
Das Wandern selbst nichts. Die Kosten entstehen über Anreise, Bergbahnen, Mautstraßen und Einkehr, wobei die Bahn meist der größte Posten ist.
Sind Klammen ganzjährig geöffnet?
Nein. Die meisten öffnen im Frühjahr und schließen im Herbst. Nach starken Regenfällen kommt es zusätzlich zu kurzfristigen Sperren.
Wann ist die beste Zeit für Bergtouren?
Von Juni bis Oktober. Der September gilt vielen als bester Monat, weil das Wetter stabil ist und der Andrang deutlich unter dem August liegt.
Im Winter gelten eigene Anforderungen. Der Lawinenlagebericht wird täglich für jedes Bundesland veröffentlicht und gehört zur Vorbereitung.
